HBM d.F. Andreas Brunner zur Übersicht
Nach intensiven Gruppenübungen zum Thema Gefahrstoffe, Abdichten und Auffangen wurde das Erlernte bei der September-Monatsübung unter realitätsnahen Bedingungen in die Praxis umgesetzt.
Nachdem in den vergangenen beiden Monaten bei unseren Gruppenübungen intensiv die Themen Abdichten und Auffangen von Flüssigkeiten, der richtige Umgang mit gefährlichen Stoffen sowie der Ablauf eines Gefahrguteinsatzes behandelt worden waren, galt es vergangenen Freitag, das erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen.
Die Übungsannahme stellte die Einsatzkräfte vor eine anspruchsvolle Lage: Ein Fahrzeug, das mehrere gefährliche Stoffe transportierte, war verunfallt. Zusätzlich kam es im Bereich des Fahrzeuges zu einem beginnenden Brand.
Das erste eintreffende Fahrzeug, unser TLFA-B 2000, führte umgehend die ersten Absicherungsmaßnahmen durch. Währenddessen rüstete sich ein Atemschutztrupp zusätzlich mit Chemieschutzanzügen aus und begann mit der Erkundung des Gefahrenbereiches.
Dabei wurde festgestellt, dass sich der Fahrer noch im Unfallfahrzeug befand. Dieser wurde umgehend aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich gerettet und in Sicherheit gebracht, bevor die weitere Erkundung fortgesetzt wurde.
Anhand der mitzuführenden Beförderungspapiere und der Erkundung unserer Atemschutzträger konnte festgestellt werden, dass unter anderem Benzin, Diesel und Essigsäure transportiert wurden. Mehrere Behälter waren durch den Unfall beschädigt und sind teilweise undicht geworden.
Nun galt es, die Leckagen mit verschiedenen bei uns vorhandenen Mitteln und Methoden so rasch wie möglich abzudichten und ein weiteres Austreten der Stoffe zu verhindern beziehungsweise ausgetretene Flüssigkeiten aufzufangen.
Parallel dazu übernahm die Mannschaft unseres LFA weitere wichtige Aufgaben. Dazu zählten der Aufbau einer Wasserversorgung zum Tanklöschfahrzeug, die Verkehrsabsicherung und Verkehrsregelung sowie die möglichst großräumige Absperrung des Gefahrgutbereiches.
Ein weiterer Schwerpunkt der Übung war der Aufbau eines Dekontaminationsplatzes. Mit einfachen Hilfsmitteln, die auf unseren Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden, wurde ein entsprechender Bereich eingerichtet, um die eingesetzten Atemschutzträger nach ihrem Einsatz im Gefahrenbereich dekontaminieren zu können.
Nach Abschluss aller gestellten Aufgaben konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Das Übungsziel wurde vollständig erreicht und gleichzeitig konnten die in den vergangenen Wochen erlernten theoretischen und praktischen Kenntnisse unter möglichst realitätsnahen Bedingungen gefestigt werden.